
Wozu brauche ich ein Freizeitpraktikum?
In den Sommerferien des zweiten Studienjahres an der Evangelistenschule Johanneum darf jeder Studierende ein Freizeitpraktikum absolvieren. Nur wo? Anforderungen sind dabei, dass es ein Werk oder Organisation ist, die man bisher nicht kennt, oder dass man durch einen Hauptamtlichen begleitet wird. Das Praktikum soll den Horizont des Einzelnen weiten und zudem der Erfahrung dienen.

Freizeitpraktikumsträger?
Mein Freizeitträger war WDL. WDL erhält seinen Namen aus Philipper 2,16 „Haltet fest am Wort des Lebens!“. Er wurde 1965 von vier jungen Kanadiern gegründet: Bob Parschauer, Len Wiebe, Chuck Kosman und Larry Locken. Sie begannen ihre Arbeit in Lemgo und führten Jugendfreizeiten im In- und Ausland durch. 1969 fanden sie ein geeignetes Freizeitgelände am Starnberger See, wo sie ihre Arbeit fortsetzten.
Heute hat WDL neben dem Hauptsitz am Starnberger See auch eine zweite Stelle an der Nordseeküste, genauer gesagt am Dünenhof in Cuxhavendie. Sie bieten heute im Jahr ca. 80 Programme an, darunter Freizeiten, Klassenfahrten und Musicalprojekte für bis zu 6.500 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 26 Jahren. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen Raum zu geben, in dem sie ganzheitlich wachsen können. Ebenso bieten sie auch Raum für Gästegruppen und fördern junge Erwachsene durch das Jahresteam-Programm.


Mein Erleben
Meine Hauptaufgabe war, GL (Gruppen-Leiter). Ich durfte für 5 Teilnehmer direkter Ansprechpartner sein. Mit ihnen an verschiedenen Stellen des Tages intensiv in den Austausch gehen und sie über die 14-Tage-Freizeit begleiten. Sie bei ihren Fragen ernst zu nehmen und gemeinsam Antworten zu suchen. Ansonsten durfte ich zwei Workshops halten, mit den Themen „Ist die Bibel glaubhaft? Und „Wie kann ich die Bibel lesen?“. Sonst durfte ich mit den 145 Teilnehmern und Teilnehmerinnen Connecten, Volleyball spielen oder im See baden gehen. Im Großen und Ganzen also eine wundervolle Aufgabe.
Ein Standardfreizeittag beginnt mit dem Freizeit-Radio-Werkservice.
Um 9 Uhr findet das gemeinsame Frühstück statt. Im Anschluss daran ist das große Putzen angesagt, da jedes Zimmer täglich geputzt werden muss, um Zimmerpunkte zu erhalten. Wer putzt, gewinnt!
10 Uhr Session mit Bibelarbeit und Workshop und anschließender stillen Zeit. Pünktlich um 11.45 Uhr beginnt in drei Teams die Sportstunde, in der ebenfalls Punkte für die Sportliche, Fähre und Motivationsleistung gesammelt werden. Zu diesen Teams werden auch die Zimmerpunkte, Bibelvers lern Punkte und viele weitere hinzugerechnet. Um 13.15 Uhr beginnt das gemeinsame Mittagessen. Nach dem Mittagessen treffen sich die GLs, um den weiteren Tag zu besprechen, für die Freizeit zu beten, Kaffee zu trinken und sich in Kleingruppen persönlich auszutauschen. Zwischen 15 und 18 Uhr finden Workshops und Seminare statt, die freiwillig besucht werden können.
Um 19 Uhr beginnt das gemeinsame Abendessen und um 20.30 Uhr startet die zweite Session des Tages.
Gegen 22 Uhr gibt es eine kleine Überraschung wie Flammkuchen, Stockbrot … und um 23 Uhr beginnt der Austausch mit seinem Zimmer über den Tag und über alle möglichen Lebensthemen der Teilnehmer.
Um 24 Uhr ist Nachtruhe.


Rückblick:
Ich finde, dass die Freizeit ein voller Erfolg war. Das Konzept des WDLs ist einfach einzigartig, spannend und vielversprechend. Ich denke, im Blick auf die heutige Zeit hat das Werk das richtige Zentrum und die richtige Zielsetzung. Junge Menschen müssen ernst genommen werden, gefordert und gefördert werden. Nur so können sie positiv und hoffnungsvoll ihre Welt und unsere Gesellschaft prägen und mitgestalten. Zusammenfassend kann ich damit die Freizeiten des WDLs für alle empfehlen, die Sport, Gemeinschaft, gutes Essen mögen und persönlichen Glauben entdecken wollen.
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